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Porträt im Bodybuilder-Magazin

Neben hübschen Sportlerinnen traf Gelbfarb dort nicht nur seine Idole Steve Reeves und Clarence Ross, sondern auch Joe Gold, den Gründer von Gold´s Gym, und Joe Weider, Verleger zahlreicher Bodybuilding-Magazine. Nachdem Gelbfarb ihm von seiner schweren Jugend in Wien erzählt hatte, veröffentlicht Gold in seinem Magazin „Muscle Power“ (laut Einklinker auf der Titelseite „The world´s leading bodybuilding magazine“) ein Porträt von Harry Gelbfarb unter dem Titel „I cured a weak heart and Tuberculosis“.

 

Mit einer unbekannten Schönen posiert hier Harry Gelbfarb am Muscle Beach. (Foto: Nachlass Harry Gelbfarb)

Illustriert ist der Artikel mit einer Fotoserie mit Bildern von Gelbfarbs Trainingsroutine. Als Quelle für die Fotos ist die Athletic Model Guild (AMG) angegeben, für die Gelbfarb in mehreren Bilderserien Modell stand. Die Fotos zeigen einen nur mit einer knappen Hose bekleideten Gelbfarb mit Speer, Schwert oder Netz. Als Requisiten sind häufig griechisch anmutende Säulen auf den Fotos zu sehen.

Dass die schwule Ästhetik kein Zufall ist, zeigt ein Blick in die Geschichte von AMG: Die 1945 gegründete Agentur war spezialisiert auf homoerotische Fotos, die sie per Versandhandel an ihr Publikum zu bringen. Um die rigiden Zensurvorschriften zu umgehen, zeigten die Fotos die muskelbepackten Modelle häufig in antiken Szenarien oder bei Bodybuilding-Übungen. 1947 hatte AMG-Gründer Bob Mizer ein halbes Jahr auf einer Gefängnisfarm Zwangsarbeit leisten müssen, nachdem er wegen des Versandhandels mit Aktaufnahmen verurteilt worden war. Es sollte bis in die siebziger Jahre dauern, bis sich auch Arnold Schwarzenegger für AMG fotografieren ließ und damit zu einem der geschätzten 10 000 Modelle der Agentur wurde.

 

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