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Kalifornien: Das freie Leben am Muscle Beach

Nach dem Militärdienst kehrte Gelbfarb keineswegs zu seiner Liebe Elly nach Schweinfurt zurück, sondern begann in New York mit Kursen in Physiotherapie und trainierte weiterhin im Eastside Barbell Club. Mit dem Diplom in der Tasche ging Gelbfarb nach Kalifornien, um seinen Traum von einer Filmkarriere à la Steve Reeves zu verwirklichen

 

Im Beverly Hills Health Club gelang Harry Gelbfarb (M.) der Berufseinstieg als Masseur. (Foto: Nachlass Harry Gelbfarb)

Doch zunächst gelang es ihm, in der damals prominentesten Sport- und Freizeiteinrichtung von Los Angeles, dem Beverly Hills Health Club, als Masseur und Trainer zu arbeiten. Daneben nahm Gelbfarb Schauspielunterricht, doch mit wenig Erfolg, wie er sich später erinnerte: „Um es kurz zu machen: Im Filmgeschäft von Hollywood hatte ich keinen Erfolg. Abgesehen von kleinen Statistenrollen blieben mir die Tore der großen Filmstudios verschlossen.“ Freunden erzählte er später, immerhin sei er einer von 4000 Statisten gewesen, die im Monumentaltfilm "Die zehn Gebote" im Roten Meer ertränkt worden seien.

Die Vorläufer der Hippies treffen sich am Strand

Zwar war die Filmkarriere ein Flop, doch wenigstens genoss Gelbfarb das ungebundene Leben am Muscle Beach. Am Strand von Santa Monica trafen sich seit den dreißiger Jahren Turner und Gewichtheber, um vor den Badegästen und Touristen ihre Vorführungen zu geben. In den fünfziger Jahren stießen zunehmend Bodybuilder dazu, die auf den Tribünen ihre Posen zur Schau stellten, sowie Anhänger einer naturverbunden Lebensführung, die ihr gesundes Essen verkauften.

Ungewöhnlich für die damalige Zeit war auch, dass Frauen im Bikini zusammen mit den Männern ihre Körperlichkeit bei den Vorführungen demonstrierten. Mit der Mischung von individualistischen Lebensstilen, billigen Unterkünften und relativer sexueller Freizügigkeit nahm Muscle Beach die spätere Hippieszene der sechziger und siebziger Jahre vorweg.

 

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