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Der erste Studiobesuch bleibt unvergesslich

Der Besitzer eines Sportstudios lud Harry Gelbfarb eines Tages ein, bei ihm zu trainieren. „Obwohl das Equipment in diesem Studio nach heutigen Maßstäben denkbar primitiv war, bedeutete es für mich den Himmel auf Erden, und ich kam fortan mehrmals in der Woche zum Training“, schrieb er später. „Einige Mitglieder in diesem Studio waren es auch, durch die ich von der Existenz eines gewissen ,Eastside Barbell Club' erfuhr, einem großen Sportclub im gleichnamigen New Yorker Stadtteil, in dem angeblich gigantische ,Muskelmonster' trainieren sollten.“

 

Harry Gelbfarb und sein Freund Richard posieren im Eastside Barbell Club.
(Foto: Nachlass Harry Gelbfarb)

Der Besuch am folgenden Wochenende dort hinterließ einen bleibenden Eindruck: „Niemals werde ich den Anblick vergessen, der sich mir bot, als ich die Tür zum Trainingsraum öffnete: Die ganze Halle war übersät mit Kugelhanteln, Hantelstangen und Gewichtsscheiben. An den Trainingsgeräten sowie auf den zahlreichen Bänken saßen lauter Burschen, die riesiger waren als sämtliche Männer, die ich bisher mit eigenen Augen gesehen hatte.“ Bei diesem Besuch lernte Gelbfarb seine späteren Freunde Art Zeller, Marvin Eder und Leroy Colbert kennen, populäre Bodybuilder der fünfziger Jahre. Art Zeller entwickelte sich später zum bekanntesten Fotografen des Bodybuilding.

Training im Park zieht die Kinder an

Noch am gleichen Tag wurde Gelbfarb Mitglied des Studios. Dabei lernte er auch wesentliche Grundprinzipien solcher Einrichtungen kennen, die im von Vereinen getragenen deutschen Sport völlig unbekannt waren: „Jedes Mitglied hatte seinen eigenen Schlüssel und konnte nach Belieben zu jeder Zeit trainieren. Den Schlüssel durfte man solange behalten, wie man den Monatsbeitrag von zwei Dollar pünktlich bezahlte.“ Bei warmem Wetter verlegten die Bodybuilder ihr Training einen nahegelegenen Park, wo sie ihr Publikum anzogen: „Umstehende Kinder stellten sich für ein paar Cents als zusätzliche Gewichtsbelastung für Dips und Klimmzüge zur Verfügung.“ Die unbeschwerte Zeit in New York endete, als Gelbfarb im Jahr 1951 zur Armee eingezogen wurde.

 

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