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Schülerinnen für das Studio gewonnen

Bei der Organisation der ersten Bodybuilding-Meisterschaften unterstützte Elly ihren Mann. Nach dem er Anfang der siebziger Jahre das große Studio im Zentrum Marienbach betrieb, gab sie dort Kurse für Frauen. „Wir haben immer gesagt: ,Wenn die Elly kommt, geht die Sonne auf'“, erinnert sich ihre Freundin Paula an Ellys Wirkung auf Menschen. Im Sportuntericht begeisterte sie ihre Schülerinnen so, dass diese Mitglieder im Studio wurden. Als Ende der Siebziger das Aerobic aufkam, leitete sie die Kurse im Studio. Für die Arbeit in Gelbfarbs Unternehmen beendete sie einige Jahre vor der Rente den Schuldienst. Elly beteiligte sich maßgeblich an den ersten Veranstaltungen im Frauen-Bodybuilding und -Kraftdreikampf, die Harry Gelbfarb 1981 und 1982 organisierte. Im Alter von 60 Jahren belegte sie dabei den dritten Platz im Kraftdreikampf.

 

Elly Gelbfarb posiert Anfang der achtziger Jahre vor ihrem Ferienhaus auf Ischia. (Foto: Nachlass Harry Gelbfarb)

 

 

  "Der Körper soll sich voll entwickeln können"

In dieser Zeit posierte sie in der Sportrevue im Bikini. Die Fotos illustrierten einen Beitrag von ihr zu den Entwicklungen im Frauen-Bodybuilding. Denn das Auftreten der ersten Sportlerinnen mit stark ausgebildeten Muskeln wie etwa Lisa Lyon hatte Warnungen von einer Vermännlichung aufkommen lassen und die Frage nach dem Schönheitsideal für weibliche Bodybuilder gestellt. Für Elly war die Antwort klar: „Ich frage, warum soll eine Frau den ihr von der Natur gegebenen Körper (…) nicht auch durch Sport voll entwickeln können, wenn es ihr Freude macht? Ich gehe mit Lisa Lyon völlig einig, wenn sie schreibt: ,Man sollte den Männern nicht gestatten, die Kriterien für das Bodybuilding der Frauen und seine Grenzen daran auszurichten, wie sie sich ihre Partner im Bett vorstellen.'“

Anfang der neunziger Jahre wurde Elly schwer krank. Trotzdem überlebte sie ihren Harry noch um zwei Jahre und starb 2007. Die Begeisterung ihres Mannes für Esoterik und Religion teilte sie nie. Wenn er ins Dozieren verfiel, bremste sie ihn: „Wir leben jetzt, wir sind noch nicht gestorben.“

 

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