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Wellness statt Wuchten:
Das Schweinfurter Studio in den siebziger Jahren

„Zementrum“ nennen die Schweinfurter treffend einen monströsen Gebäudekomplex am Ostrand der Innenstadt. Bei seiner Eröffnung im Jahr 1973 mietete sich Harry Gelbfarb dort auf 330 Quadratmeter ein. Das neue Studio mit dem Namen „Vital“ hatte nichts mehr von der asketischen Einrichtung früherer Studios.

Auf rotem Teppichboden stand eine Vielzahl moderner Geräte mit verchromten Oberflächen. Nicht nur den Fitness-Anspruch präsentierte das Ambiente, sondern auch den Wellness-Gedanken: Am Eingang konnten sich Besucher in einer Sofa-Ecke mit Fernseher und Grünpflanzen entspannen. Nach dem Training lockten Whirlpool, Sauna und Solarium. Die Gerät bezog Gelbfarb von renommierten Anbietern: Sie kamen von Universal aus den USA und von der Firma Schnell bei Schrobenhausen. Hanteln lieferte die Firma Berg.

Elly und Harry Gelbfarb in ihrem großzügigen Studio im Zentrum Marienbach (Foto: Nachlass Gelbfarb)

Elly und Harry Gelbfarb in ihrem großzügigen Studio im Zentrum Marienbach (Foto: Nachlass Gelbfarb)

Als „Bewegungstherapeutisches Institut und Fitness-Center“ bezeichnete Gelbfarb sein Unternehmen in der Werbung. Er überzeugte die Krankenkassen davon, dass er orthopädisches Turnen auf Rezept anbieten konnte. In einem abgetrennten Teil behandelte er Patienten als Physiotherapeut und Masseur. In den Anfangsjahren lief das Geschäft noch schwerfällig. Als Ende der siebziger Jahre immer mehr Frauen von Jazztanz und Aerobic angezogen wurden, nahm die Mitgliederzahl auf rund 400 zu. Elly Gelbfarb leitete viele dieser Kurse. Mit ihrer begeisternden Art brachte sie viele ihrer Schülerinnen von der Olympia-Morata-Schule dazu, im Studio Kurse zu belegen.

 

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